Guten Morgen, Hier mein Bericht: Nach einer Reihe von Experimenten mit unter Dach im Stil von Rahmen- antennen montierten, abgewandelten Formen des von G3KSK (John Phillips) 1975 veroffentlichten "Squashed Multibander", habe ich mich auf Grund der zu geringen erreichten Bandbreite von nur 100 kHZ auf 80m, und der im Hausbereich aufgetretenen TVI- und BCI- Störungen, dazu durchge- rungen eine GPM-Multiband Vertikalantenne von WIMO im Freien aufzu- bauen und auszuprobieren. Fur den Aufstellungsort wurde eine Betonmauer ausgewahlt, welche in Verlängerung zur Hausfront bis zur Ost-Grundstücksgrenze reicht. Die meiste Zeit beim Aufbau ging durch vorbereitende Maßnahmen ver- loren. Zunachst versah ich ein 3m langes, verzinktes 54mm-Tragrohr mit zwei 8mm-Gewindebohrungen, zum spateren Anschluß des Gegengewichtes. Nach dem Ausmessen montierte ich mit Hilfe von Schwerlastdübeln eine verzinkte Wandhalterung zur Standrohraufnahme an die vorgesehene Betonmauer. Der Aufbau der Antenne selbst hielt praktisch nur wenige Minuten auf. Die einzelnen Aluminiumrohre sind passgenau aufeinander abgestimmt und lassen sich mit den beiliegenden Blechschrauben unkompliziert mit- einander verbinden. Das Koaxialkabel mit PL-239 Stecker am Ende wurde von unten durch das Standrohr eingefuhrt und am Antennenende in der PL-Buchse ange- schlossen. Um diesen Anschluß auf Dauer "wasserdicht" zu gestalten habe ich den kompletten Anschluß mit einem entsprechenden Schrumpf- schlauch uberzogen. Die Antenne wurde mit den mitgelieferten Befestigungsschellen am Standrohrende befestigt und das Koaxkabel mit Kabelbindern sauber fixiert. Die komplette Konstruktion von 9,3m Lange wurde zu zweit an den Aufstellungsort transportiert, und dort parallel zur Masthalterung an die Wand angelehnt. Mein Sohn stand oben auf der Mauer und ich unten an der Wand auf einer Leiter. Gemeinsam haben wir die Konstruktion senkrecht nach oben angehoben und von oben nebst Koaxialkabel in die Wandhalterung eingeführt. Jetzt mussten nur noch die Rohrschellen der Wandhalterung angezogen und gesichert werden und die Antenne stand an Ihrem vorgesehenen Platz. Sodann wurden noch die vorhandene Kupferblechabdeckung der Mauer (ca. 2m?) und, eine auf der Ruckseite der Mauer als Kletterhilfe fur Rankenpflanzen, montierte verzinkte Q-Matte (8m?) mit 6mm? Leitungen als "Gegengewicht" an dem Standrohr angeschlossen. Nachdem schließlich das Koaxialkabel sauber zum Shack verlegt war kam der überraschende Moment des ersten Ausprobierens. Die Antenne überrascht bereits im Empfangsmodus mit starken Signalen, ohne die bei magnetisch engespeisten Langdrahtantennen störenden unangenehmen Nebengerausche. Auf 80m konnte ich spontan mit einem OM aus Hamburg ein QSO auf- bauen und bekam einen Rapport von S 8. Die Antenne läßt sich mit dem stationsseitig aufgebauten SMARTUNER SG-239 von SGC auf allen Bandern, mit Ausnahme von 160m und 6m, in Resonanz bringen. Auf den klassischen Bandern 10/15/20/40/80m sind die Signale sowohl sende- als auch empfangsseitig um 2-3 S-Stufen besser als bei dem selbstgebauten "Squashed Multibander" und 1-2 S-Stufen besser als bei dem verkürzten Sperrkreisdipol "W-210",welcher ebenfalls unter Dach montiert ist. Endlich habe ich eine Antenne, welche ich mit guten Ergebnissen, ohne Storungen im eigenen Haus zu generieren, einsetzen kann. Die Antenne ersetzt mit Sicherheit keinen "ausgewachsenen Beam", aber sie ist bietet insbesondere auf den "oberen Bändern" eine vollwertige Alternative, wenn keine Langdrahtantenne bestimmungsgemäß aufgebaut werden kann. mfg es 73's de DL6IP - Loc: JN39QG