UKW-Antennen

UKW

UKW Antennen für die Funktechnik

Was ist die Herausforderung beim Funken auf UKW?

Die Reichweite ist im Funk einer der wichtigsten Faktoren. Die Reichweite von UKW ist auf den Sichtbereich beschränkt. Das bedeutet, dass zwischen dem Sender und dem Empfänger ‚eigentlich‘ eine ungehinderte Sichtverbindung bestehen muss, damit ein Kontakt hergestellt werden kann. Die Funkverbindung wird schwächer oder sogar ‚eigentlich‘ unmöglich, wenn sich einer der Teilnehmer hinter einen Hindernis oder hinter einem Berg oder großen Gebäude befindet. Eigentlich…

Auf dieser Seite wollen wir Ihnen die Möglichkeiten des UKW-Funkbetriebs aufzeigen, wie Sie doch über den (Sicht-)Horizont hinaus Kontakt zu anderen Funkern herstellen können und welche Bedeutung die Wahl der richtigen UKW-Antenne hat.

Die Frequenzbereiche (UKW-Bänder)

Den größten Anteil am Funkbetrieb tragen die klassischen UKW-Bänder 2 m und 70 cm. Das 6- und 4-m-Band und vor allem das 23-cm-Band sind schon eher etwas für Spezialisten. Der allgemein als „UKW“ bezeichnete Frequenzbereich ist unterteilt in den VHF-Bereich von 30 MHz bis 300 MHz und den UHF-Bereich von 300 MHz bis 3 GHz. Innerhalb dieser Grenzen liegen insgesamt vier Amateurfunkbänder:

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Die wichtigsten Bänder auf UKW sind im unteren Bereich zu finden (von 110 bis ca. 450 MHz). Konkret sind das die Bänder mit ungefähr 2 m und 70 cm Wellenlänge. Das betrifft sowohl den Amateurfunk als auch See- und Flugfunk und auch die BOS-Dienste. Natürlich gibt es noch andere Frequenzbänder die pauschal mit „UKW“ bezeichnet werden und die in anderen Bereich (Mobiltelefon, Wifi, Radar usw.) eine sehr große Rolle spielen. Diese Bänder werden wir hier allerdings nicht betrachten.

Einsatzbereiche für UKW-Antennen

Hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten unterscheidet man nach Mobilfunk, also die ortungebundene Funkstation, entweder im Auto auf einem Boot oder Flugzeug oder auch einfach nur das Handfunkgerät; und Stationärer Einsatz, also der Betrieb von zuhause aus mit einer ortsfest aufgebauten Station.

Mobilfunk, also die ortungebundene Funkstation, entweder im Auto auf einem Boot oder Flugzeug oder auch einfach nur das Handfunkgerät.

Stationärer Einsatz, also der Betrieb von zuhause aus mit einer ortsfest aufgebauten Station.

Unterscheidungsmerkmale verschiedener UKW-Antennen

Die meisten UKW-Antennentypen lassen sich in Rund- und Richtstraher einteilen. Rundstrahler sind Antennen, die die Energie in alle Richtungen gleichmäßig abgeben. Richtstrahler sind Antennen, die eine mehr oder minder starke Richtwirkung haben, also die Energie nur in eine Richtung bündeln.

Weiterhin unterscheidet man nach vertikale oder horizontale Polarisation. Die Anwendungsfälle Feststations-, Portabel- oder Mobilbetrieb, sowie der oder die jeweils nutzbare/n Frequenzbereich/e sind weitere Unterscheidungsmerkmale.

Wesentliche Eigenschaften von UKW-Rundstrahlern

Antennen mit einem annähernd kreisförmigen Richtdiagramm in der Horizontalebene werden als Rundstrahler bezeichnet. Vertikal polarisierte Rundstrahler sind im kommerziellen Bereich, wie beispielsweise im BOS-Funk, bei stationären und bei beweglichen Funkstellen weit verbreitet. Auch im Amateurfunk ist im UKW-Bereich die Vertikalpolarisation üblich. Sämtliche FM-Relaisfunkstellen des Amateurfunks arbeiten mit vertikal polarisierten, rundstrahlenden Antennen. Rundstrahler werden neben den Monoband-Ausführungen auch als Zwei- oder Dreiband-Antennen für 2 m, 70 cm und 23 cm angeboten.

Unterschiede gibt es in der Einspeisung bei Rundstrahlern

  • In seiner einfachsten Form ist ein vertikal polarisierter Rundstrahler eine ʎ/4-Antenne oder eine Groundplane-Antenne für den stationären Betrieb. Als so genanntes „ʎ/4-Stäbchen“ werden Viertelwellenstrahler häufig im Mobilbetrieb eingesetzt. Die Karosserie des Fahrzeugs bildet das notwendige Gegengewicht.
  • Zur Gruppe der Halbwellenstrahler gehören die Sperrtopf-, die J-Antenne, sowie der über die Halbwelle hinaus verlängerte ʎ-5/8-Strahler. Vertikale Halbwellenstrahler sind meisten endgespeist und erzeugen eine flachere Abstrahlung und bereits einen leichten Gewinn.
  • Lediglich der Koaxialdipol ist, wenn auch nicht auf den ersten Blick ersichtlich, elektrisch mittengespeist.
  • Zu guter Letzt zählt die Familie der kurzen Wendelantennen an den Handfunkgeräten auch zu den vertikalen Rundstrahlern.

Ordnet man zwei oder mehr vertikale Rundstrahler gestockt übereinander an, erhält man eine kollineare Antenne. „Kollinear“ bedeutet „in einer geraden Linie angeordnet“. Alle Einzelstrahler sind über Phasenleitungen gleichphasig erregt und müssen in einem bestimmten Stockungsabstand angeordnet sein. Mit der Anzahl der gestockten Strahler steigt der Gewinn und verkleinert sich der vertikale Erhebungswinkel, d. h. die Abstrahlung wird flacher. Diese Bauform erfordert eine große Standrohrlänge und ist auch im Amateurfunk, häufiger jedoch im kommerziellen Bereich anzutreffen. Die beliebten Diamond „X-nn“ Antennen sind so konstruiert.

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Wesentliche Eigenschaften von UKW-Richtantennen

Eine Richtantenne besteht aus mindestens zwei Elementen, dem Strahler und einem in der gleichen Ebene zugeordneten passiven, strahlungsgekoppelten Element, dem Reflektor. Auf dem auch Boomrohr genannten Träger der Antennenelemente können in Strahlrichtung vor dem Strahler weitere Elemente, die so genannten Direktoren angeordnet werden. Mit der Erhöhung ihrer Anzahl erhöht sich der Vorwärtsgewinn der Antenne und der Öffnungswinkel wird kleiner.

Je nach horizontaler oder vertikaler Montage am Standrohr sind Richt-Antennen horizontal oder vertikal polarisiert. Das Strahlungsdiagramm aller Richtantennen besteht aus einer großen Vorwärtskeule und einer möglichst kleinen Rückwärtskeule. Deren Kenndaten sind der (Vorwärts)-Gewinn und die Rückdämpfung. Bei der Bewertung von Antennen ist zwischen dem isotropen Strahler (dBi) (theoretischer Kugelstrahler) und dem Gewinn über Dipol (dBd) zu unterscheiden. Die Gewinnangaben in den technischen Daten zu den UKW-Antennen beziehen sich stets auf den isotropen Strahler. Die Gewinnangabe ein- und derselben Antenne in dBd, also über den Dipol als Vergleichsantenne, ist immer um 2,15 dB geringer. Das muss beim Vergleich von Antennendaten unbedingt berücksichtigt werden! Ein weiteres Kriterium ist der horizontale und der vertikale Öffnungswinkel. Logarithmisch-periodische Richtantennen lassen sich immer dann mit gutem Erfolg einsetzen, wenn sehr große lückenlose Frequenzbereiche bei nahezu gleichbleibenden Antenneneigenschaften über den gesamten Arbeitsbereich und mehrere Amateurfunkbänder gefordert werden. Zu Gunsten der Breitbandigkeit erreichen sie jedoch nicht die hohen Gewinne von Yagi-Antennen.

Yagi-Antennen

Nicht ohne Grund ist die Yagi-Antenne in Kurz- oder Langausführung im VHF- und UHF-Bereich des Amateurfunks die am häufigsten eingesetzte Richtantenne. Sie ist unter geringem Materialaufwand einfach und kostengünstig herzustellen. Damit ist sie auch für den Selbstbau gut geeignet. Weitere Vorteile sind ihre geringe Windlast und die günstige Lage des Schwerpunktes bei drehbarer Anordnung auf einem Rotor. Je nach Konzept und Anzahl der Elemente erreicht eine einzelne Yagi-Antenne einen Vorwärtsgewinn von zirka 5 dBd bis maximal 16 dBd. Darüber hinaus ist eine weitere Verlängerung des Antennenträgers und das Hinzufügen weiterer parasitärer Elemente nicht mehr sinnvoll, weil der Gewinn mit zunehmender Antennenlänge und Elementanzahl nicht linear, sondern nur noch in einer immer flacher werdenden Kurve ansteigt. Bei zirka 5 m Antennenlänge ist die Grenze der mechanischen Machbarkeit und Stabilität erreicht. Eine weitere Erhöhung des Gewinns ist dann in der Praxis nur noch durch eine Gruppenbildung möglich. Sonderformen sind Kreuzyagis, Richtantennen mit Elementen in quadratischer Schleifenform und zirkular polarisierte Richtantennen.

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KENNGRÖßEN

Welche sind die wichtigsten?
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Welche Antenne wofür?

Vertikale Rundstrahler werden bevorzugt für den FM-Sprechfunk – direkt oder via Relais – eingesetzt. In lokalen Runden mit Teilnehmern an unterschiedlichen, in alle Himmelsrichtungen verteilten Standorten, ist ein Richtstrahler selbstredend nicht so gut geeignet. In diesem Fall benötigt man einen zusätzlichen Rundstrahler. Die größeren Rundstrahler mit etwas mehr Gewinn eignen sich auch dazu, sich bei guten Bedingungen vorab im SSB-Bereich einen Überblick über die Bandbelegung zu verschaffen, um anschließend zur Verbindungsaufnahme auf eine horizontal polarisierte Richtantenne umzuschalten.

Auch wenn man bei sehr guten Ausbreitungsbedingungen mit einem Rundstrahler in SSB Erfolge erzielen kann, für eine regelmäßige Teilnahme am DX-Betrieb ist eine leistungsfähige, mittels Rotor drehbare Yagi-Antenne unentbehrlich. Bei Kreuzyagis ist die Polarisationsebene zwischen vertikal und horizontal umschaltbar. Im FM-Funk ist die vertikale Polarisation, für SSB, CW und andere Betriebsarten die horizontale Polarisation üblich. Darüber hinaus gibt es noch sog. Helix-Antennen, das sind Richtantennen mit zirkularer (d. h. drehender) Polarisation, die im Satellitenfunk eingesetzt werden. Auf den Punkt gebracht: Für den Lokalfunk geht es auch mit Indoor-Antennen, für ernsthaftes DX müssen die Antennen outdoor, möglichst hoch und frei „an die frische Luft“.

Mobilfunk

Natürlich gibt es darüber hinaus spezielle Anwendungsfälle, wie zum Beispiel der Betrieb über den Mond als passiver Reflektor (EME), oder Meteorscatter oder Satellitenbetrieb. Alle diese Einsatzbereiche finden nahezu ausschließlich auf UKW statt, in den meisten Fällen mit Richtantennen. Im Gegensatz zu terrestrischem Funk wird hier oft eine zirkulare Polarisation angewendet. Auf höheren Frequenzen (so ab 13cm, 2.4 GHz) werden oft Parabolspiegel als Richtantenne verwendet, weil hier die Größe dieser Bauform handhabbar wird.

Troposcatter
Satellitenfunk
Meteorscatter
Erde-Mond-Erde
Flugfunk
Seefunk

Wie wichtig ist die Wahl des Koaxialkabels für UKW-Antennen?

Zu einer guten Antennenanlage im UKW-Bereich gehört letztendlich auch ein höherwertiges Koaxialkabel mit niedrigen Dämpfungswerten. Ein paar Meter RG-58 mit PL-Steckern, das kann man für den Betrieb über die nächst gelegene FM-Relaisfunkstelle noch durchgehen lassen. Größere Längen dieses Kabels und herkömmliche PL-Stecker würden den Gewinn einer guten Antenne wieder zunichtemachen. Dann sind dämpfungsarme Kabel, sowie Stecker und Buchsen in N- oder BNC-Norm in guter Qualität, definitiv die bessere Wahl. Der Wert der Kabeldämpfung wird bezogen auf 100 m angegeben. Die Dämpfung der individuell eingesetzten Kabellänge lässt sich ganz einfach ermitteln, indem man den für das Kabel angegebenen dB-Wert durch 100 dividiert und mit der individuellen Kabellänge multipliziert. Der Anschluss des Koaxialkabels an die Antenne muss zugentlastet und witterungsgeschützt, mit einem zum Kabeldurchmesser passenden Stecker und der zur Anschlussbuchse zugehörigen Norm ausgeführt werden.

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Benötigt man für den UKW-Betrieb unbedingt einen Rotor?

Eine 4el-Yagi wird man vielleicht noch, fest ausgerichtet zum nächsten FM-Relais montieren. Längere Yagis und andere Richtantennenformen benötigen jedoch einen Rotor, um ihre Richtwirkung effektiv einsetzen zu können. Je nach Antennengröße, Windlast und Gewicht hält der Markt jeweils geeignete Exemplare, vom kleinen Rotor für Yagis im TV-Antennen-Format bis hin zu schwerem Gerät zum Drehen großer Gruppenantennen, bereit. Für den Betrieb über erdumlaufende Satelliten und für EME sind Elevations-/Azimutal-Systeme erforderlich. Sie bestehen aus der Kombination zweier Rotoren und können eine Antenne sowohl horizontal 360° im Azimuth als auch vertikal 90° in der Elevation ausrichten.

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Was benötigt man für den UKW-Empfang?

Nur Empfang, was brauche ich da? Das kommt darauf an: Möchte man nur das am nächsten gelegene FM-Relais abhören, genügt meisten bereits eine im Haus montierte Fenster-Quad, eine kurze Mobilantenne auf der Fensterbank oder eine HB9CV auf dem Dachboden.

Für den Empfang entfernter FM- oder SSB-Stationen bis zu DX bei guten Bedingungen ist wenigstens ein guter Rundstrahler auf dem Hausdach oder freistehend auf einem Rohrmast zu empfehlen.

Wer möglichst alle Bänder im VHF- und UHF-Bereich empfangen möchte, sollte eine Discone-Antenne wählen. Sie ist mit ihrer großen Bandbreite und vertikal polarisiert, die ideale Antenne für den Rundum-Empfang.

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FAQ

Kann ich im UKW-Bereich auch noch ein preiswertes RG-58-Koaxialkabel einsetzen?
Ja, aber besser nur mit kurzen Kabellängen für den Betrieb über die nächst gelegenen FM-Relaisfunkstellen und den lokalen FM-Funkverkehr.
Genügt für QSOs über die nächst gelegenen FM-Relaisfunkstellen eine Indoor-Antenne?
Wenn die nächstgelegenen Relaisstationen nicht allzu weit entfernt sind, geht es auch mit einer Indoor- oder Fensterantenne.
Sind auch mit einem vertikalen UKW-Rundstrahler DX-Verbindungen möglich?
Bei außergewöhnlich guten Ausbreitungsbedingungen - den sog. Überreichweiten - sind auch mit einem hoch und freistehendem Rundstrahler Verbindungen über hunderte Kilometer oder mehr möglich. Allerdings werden die meisten DX-Funkverbindungen in SSB und CW in horizontaler Polarisation abgewickelt.
Ermöglicht eine Richtantenne regelmäßige DX-Verbindungen?
Selbstverständlich erhöht eine Richtantenne auch bei normalen oder schlechten Ausbreitungsbedingungen gegenüber einem Rundstrahler die Reichweite. Wirkliches DX ist aber auch bei ihrem Einsatz von guten Ausbreitungsbedingungen abhängig. Je nach Standort sind Reichweiten von 200 - 400 km auch ohne besondere Bedingungen möglich.
Ich habe ein SWV-Messgerät von der Kurzwelle, kann ich damit auch das SWV im UKW-Bereich messen?
Nein, dass ist leider nicht möglich. Es gibt zwar primär für die Kurzwelle ausgelegte SWV-Messgeräte, die auch noch das 2-m-Band „mitnehmen“. Aber für Messungen im gesamten UKW-Bereich ist ein separates, für diese Frequenzen ausgelegtes Instrument erforderlich.
Ist die Einhaltung, die Messung und Erfassung der Grenzwerte zur BEMPF auf UKW schwieriger oder einfacher als auf der Kurzwelle?
Aufgrund der kurzen Wellenlängen im UKW-Bereich beginnt das Fernfeld schon viel früher. Auch die Höhe der Antennen über dem Erdboden ist relativ zur Wellenlänge viel größer als auf der Kurzwelle. Somit ist die Lage im UKW-Bereich, abgesehen von eventuellen Reflexionen, überschaubarer. Bei Messungen >144 MHz ist es aufgrund der Fernfeldbedingungen auch fast nie erforderlich, die magnetische Komponente zu messen, Es reicht also ein Messgerät mit einer E-Feld-Sonde aus.