Freenet

Freenet auf 2m

Eine Einführung in den Freenet-Bereich bei 149 MHz

Der Freenet-Bereich bei 149 MHz wurde ursprünglich als eine Art „Betriebsfunk light“ für Firmen konzipiert, die kleine Teams koordinieren möchten. Doch inzwischen haben auch viele Familien und Hobbyfunker diesen Bereich für sich entdeckt. Dieser Bereich nutzt die Wellenlänge von ungefähr 2m, die zum UKW-Band (Ultra-Kurzwelle) gehört und gegenüber dem CB-Funk den Vorteil hat, deutlich weniger Störungen (Krachen, Knistern, Rauschen) zu haben. Allerdings ist die Reichweite geringer als im CB-Funk. In diesem Artikel werden wir uns mit dem Freenet-Bereich bei 149 MHz im Detail beschäftigen und die wichtigsten Fakten über dieses Frequenzband vorstellen.

Was ist der Freenet-Bereich bei
149 MHz?

Der Freenet-Bereich bei 149 MHz ist ein Frequenzbereich, der für Funkkommunikation auf ungefähr 2m Wellenlänge genutzt wird. Er wurde in Deutschland speziell für den Betriebsfunk konzipiert und ist ein lizenzfreier Bereich. Die Sendeleistung ist auf 1 Watt begrenzt, und es sind nur Handfunkgeräte mit eingebauter/fest montierter Antenne erlaubt. Eine Ausnahmeregelung gibt es, bei Geräten mit maximal 0,5W darf die Antenne abnehmbar sein. Die Nutzung von Mobilfunkgeräten ist im Inland eigentlich nicht gestattet, es gibt aber eine Grauzone bei kommerziellen Geräten mit fest angeschlossener Antenne.

Welche Vorteile bietet der Freenet-Bereich?

Der Freenet-Bereich bietet viele Vorteile. Zum einen ist die Sprachqualität dank der FM-Modulation sehr hoch, was insgesamt zu einer hervorragenden Verständlichkeit führt. Auch die geringen Störungen im UKW-Bereich tragen dazu bei. Zum anderen ist die Nutzung des Freenet-Bereichs sehr einfach und unkompliziert. Man benötigt keine spezielle Lizenz oder Genehmigung, um diesen Bereich nutzen zu dürfen.

Wie ist die Reichweite des Freenet-Bereichs?

Die Reichweite des Freenet-Bereichs ist abhängig vom eigenen Standort und vom Gelände. Typischerweise findet man bei den Herstellern Reichweitenangaben von ca. 500 bis 6000 m. Innerhalb von massiven Gebäuden (Stahlbeton!) geht es manchmal nur mit Schwierigkeiten über geringe Entfernungen, im Freien kann es von Berggipfel zu Berggipfel auch mal für 10 km und mehr reichen. Überreichweiten wie im CB-Funk sind auf UKW auch bekannt, aber sehr viel seltener.

Welche Geräte kann man im Freenet-Bereich nutzen?

Im Freenet-Bereich sind nur Handfunkgeräte mit einer Sendeleistung von maximal 1 Watt erlaubt. Diese Geräte sind in der Regel sehr kompakt und leicht und lassen sich bequem in der Hosentasche oder am Gürtel tragen. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Zubehör, wie zum Beispiel Headsets und Ohrhörer, die einen bequemen "Hands-Free" Betrieb ermöglichen.

Wie funktioniert Code-Squelch oder Selektivruf im Freenet-Bereich?

Code-Squelch oder Selektivruf ist Freenet-Bereich ist erlaubt. Beim Code-Squelch wird ein bestimmter Gruppencode (Sub-Audio-Ton oder ein digitaler Code) zusammen mit der Sprache ausgesendet., Jeder Anwender kann einen aus mehreren Codes auswählen.

So ist gewährleistet, dass mehrere Benutzergruppen eine Frequenz gleichzeitig nutzen können, ohne sich gegenseitig zu sehr zu stören. Durch die selektive Ansprache hört man nur die Teilnehmer der eigenen Gruppe. Das Freenet-Band bietet einfach gesprochen 6 analoge und 12 digitale Funkkanäle.

Klassischer Selektivruf (wie man ihn Feuerwehr, Polizei oder Firmen kennt), schaltet alle gewünschten Funkgeräte auf dem Kanal auf Empfang.

Was sind die Unterschiede zwischen analoger und digitaler Modulation im Freenet-Bereich?

Bis 2016 war im Freenet-Bereich nur die analoge FM-Modulation zugelassen. FM entspricht der Modulation wie beim UKW-Rundfunk und zeichnet sich durch sehr hohe Sprachqualität und geringe Störungen aus. Insgesamt ist also die Verständlichkeit sehr viel besser als bei anderen Verfahren. Als Nachteil gilt die leicht geringere Reichweite von FM.

Seit der letzten Gesetzesänderung im Jahr 2016 sind auch digitale Modulationen im Freenet zugelassen, genauer das DMR-Verfahren (Digital Mobile Radio).

Allerdings kann jeder Hersteller frei wählen, welches digitale Verfahren er verwenden möchte. Da verschiedene Digitalverfahren das Kaufen (teurer) Lizenzen erfordert, gibt es keine einheitlichen Verfahren. Das bedeutet Geräte des Herstellers A können mit Geräten des Herstellers B nicht kompatibel sein (sie „passen“ nicht), ja sogar verschiedene Modelle eines Herstellers A können untereinander nicht funktionieren. Es empfiehlt sich, die Geräte im Fachgeschäft zu kaufen und schon vor dem Kauf zu erproben, welche Geräte zueinanderpassen.

Durch den Einsatz von modernen Kompressionsverfahren konnte die Anzahl der Funkkanäle verdoppelt werden.

Welche Einschränkungen gibt es bei der Nutzung
des Freenet-Bereichs?

Das Freenet-Band ist nur in Deutschland gebräuchlich und darf nicht im Ausland genutzt werden. Dort sind die Frequenzen für andere Zwecke eingesetzt. Im Freenet-Bereich gibt es keine Sonderrechte. Ist ein Kanal schon belegt, sollte ein anderer Kanal gewählt werden. Wenn Sie „firmeninterne“ Dinge besprechen möchten: Bedenken Sie, dass alle Nutzer passenden Geräten zuhören können, auch wenn sie sich nicht zu erkennen geben.

Fazit

Der Freenet-Bereich bei 149 MHz ist ein lizenzfreier Frequenzbereich für den Hobby- oder Betriebsfunk. Er eignet sich hauptsächlich für kleine Teams, die in der Nähe arbeiten, wie zum Beispiel Security, Veranstaltungs-Crews oder Gastronomiebetriebe. Auch Familien und Hobbyfunker haben diesen Bereich für sich entdeckt. Die Nutzung des Freenet-Bereichs ist sehr einfach und unkompliziert. Man benötigt keine spezielle Lizenz oder Genehmigung, um diesen Bereich nutzen zu dürfen.

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